Dienstag, 13. Januar 2009

Heli-Rafting









Ein Ereignis jagt das naechste und so quetschen wir uns am Tag nach dem Dart River mal wieder in einen Neoprenanzug. Das wird ja schon fast zur Gewohnheit...
Nachdem wir uns gemeinsam mit ca. 100 Leuten umgezogen haben und komplett, d. h. incl. Helm und Schwimmweste ausgestattet sind, werden wir - jetzt nur noch mit ca. 20 anderen Gummi-Puppen - mit einem Bus zum Heli-Landeplatz gebracht. In 6er Gruppen steigen die Leute in den Heli, wir sind die letzte. Und ratet mal, wer neben dem Piloten gesessen hat?! Ich habe ihm ein paar Aepfelchen geschaelt, etwas zu trinken gereicht und versucht, einen Sender im Radio einzustellen. Das bloede Ding hat naemlich so gerauscht. Wir sind dann zum Rafting-Einstieg geflogen: entlang der Schlucht durch die Berge und dabei immer schoen mit dem Heli in die Kurven gelegt. Ich hatte eine tolle Sicht, vorallem weil im Boden des Heli teilweise auch Glas war!
Leider waren wir viel zu schnell am Rafting-Platz. Dort bekamen wir erstmal eine Sicherheitseinweisung ueber die do's and dont's beim Raften: am besten im Boot (raft) bleiben, vorsicht mit den Holzpaddeln und auf keinen Fall im Fluss hinstellen, falls man doch reinfaellt. Falls man naemlich versucht, dem Boot flussabwaerts zu folgen, koennte man mit den Fuessen unter einem Stein haengenbleiben und die starke Stroemung treibt den restlichen Koerper weiter. Problem dabei: "Your knees won't bend into this direction."
Wir sind dann mit fuenf weiteren Raftern und unserem Guide Rosie in ein raft gestiegen und mit sechs weiteren Booten den Fluss runter gepaddelt. Erstmal mussten wir ueben: pull forward, paddle left back and right front, all to the right (alle muessen sich auf eine Bootshaelfte werfen, damit das raft nicht kentert), ins Boot ducken usw. Zwischendurch kamen auch schon die ersten kleineren Stromschnellen und wir haben die ersten Ladungen Eiswasser (Wassertemp. ca. 6 Grad) abbekommen. Die Stromschnellen wurden immer schwieriger aber unsere Rosie hat uns wie Galeerensklaven die Kommandos zugeschrien und so kamen wir super den Fluss runter. Dann kam eine Folge von Stromschnellen: "The toilet", "The flush", "o shit" und dann die "mother-in-law". Rosie sagt, sie sei eine bitch, denn sie ist schwierig zu raften. War sie auch und danach waren alle sehr nass aber gluecklich. Vor dem Ende kam noch ein Tunnel: wir mussten uns alle ins raft kauern und die Koepfe einziehen, damit man sich bei der schnellen Fahrt nicht an einem Fels die Birne einschlaegt. In der letzten Stromschnelle sah es so aus, als ob wir voll gegen eine Wand rasen, aber kurz vor dem Aufprall dreht die Stroemung ab. Es geht nochmal so stark runter, dass man darauf wartet, dass das raft in der Mitte zusammenklappt, aber das passiert nicht. Bei uns zumindest nicht.
Das raften hat super viel Spass gemacht! Ich wollte das schon so lange mal machen und vor so einer spektakulaeren Kulisse mit eisblauem Wasser war es besonders toll. Und mit dem eleganten Heli-Anflug natuerlich sowieso!

Samstag, 3. Januar 2009

Wanderung zum Mount Roy


Gestern haben wir eine tolle Wanderung gemacht. Naja, die Wanderung eigentlich war recht langweilig (3 Stunden einfach nur hoch, immer wieder Serpentinen und durch Schafspoopoo, Rueckweg dann auf dem selben Weg) aber dafuer wurden wir oben von einer Aussicht belohnt, die einfach fantastisch ist. Schaut Euch die Bilder an. Ein toller Blick auf den riesengrossen Lake Wanaka, bis ans Ende in Richtung Haast Pass (der leider wie bei unserer Ueberfahrt mal wieder in den Wolken verschwindet), und auf der linken Seite der Mount Aspiring National Park. Der Mount Aspiring (zweitgroesster Berg auf der Suedinsel) versteckt sich auch leicht in den Wolken.

Heute gehts weiter nach Glenorchy, in der Naehe von Queenstown. Dort warten dann schon die naechsten Aktivitaeten auf uns, wobei wir noch nicht genau wissen, was wir bei dem vielfaelitigen Angebot alles machen sollen.

Danke, Dr. H aus R!

Nachdem sich schon vor der Weihnachtszeit in Nelson einer meiner Zaehne etwas komisch angefuehlt hatte, wurde es danach immer schlimmer... Zwei Tage waren eigentlich nicht mehr wirklich zum Geniessen, obwohl wir in Golden Bay wirklich an einem wunderbaren Ort waren. Am Sonntag vor Sylvester bin ich dann zum Zahnarzt, da wir vor hatten, danach die Westkueste runterzufahren. Da dort wirklich nichts an Infrastruktur ist, bin ich lieber gleich zum Arzt gegangen, anstatt zu warten, bis es noch schlimmer wird. Meine Vermutung hat sich dann auch bestaetigt: eine Wurzelbehandlung war faellig, und der arme Chris musste sich am Sonntag 2 Stunden abquaelen. Dafuer hat danach auch meine Kreditkarte geglueht, so dass er das vermutlich nicht so schlimm fand :-)

Was mich am meisten ankotzt, ist, das der Zahn, der jetzt verreckt ist, kurz vor dem Abflug behandelt wurde. Genauso wie im Sommer, als mein toller Zahnarzt auch einen Zahn angebohrt hat, und danach ist er abgestorben und musste Wurzel behandelt werden. Da das jetzt schon zum 2. Mal passiert ist, werde ich auf jeden Fall mal ein ernstes Woertchen mit dem Depp reden. Da haette ich mir das Loch auch selber mit der Hilti bohren koennen. Die Konsequenz ist die gleiche: der Zahn ist hie! Und meine Krankenversicherung werde ich auch mal einschalten.

So, genug aufgeregt. Jetzt gehts mir wieder richtig gut, und ich konnte die darauf folgenden Tage und vor allem Sylvester schon wieder richtig geniessen. Effektiv haben wir so nur einen Tag verloren.

Und jetzt bitte: eine Runde Mitleid!!!

Golden Bay


Nach Weihnachten waren wir in der technischen Wildnis, deshalb kommt hier der Nachtrag fuer die Zeit zwischen den Jahren.

Von Nelson aus sind wir zur Golden Bay gefahren. Wir waren in einem sehr schoenen und stimmungesvollen Backpackers untergebracht. Wer etwas damit anfangen kann: wir der Hesperidengarten als Hostel. In der ersten Nacht haben wir das erste Mal seit Beginn unserer Reise ein eigenes Bad gehabt. Die Freude war aber nur kurz, denn wir hatten uns zwei Tage vorher kurzfristig entschieden, noch etwas laenger zu bleiben, weil die Region doch etwas abgeschieden ist. Das tolle Gartenhaus mit Bad war dann leider nicht mehr frei. Weil das Wetter sehr gut war, haben wir dann im Zelt geschlafen. War auch schoen!

In Golden Bay sind wir den Hilltop Track gewandert, der - wie der Name schon sagt - die Huegel entlag der Kueste auf und ab verlaeuft. Man geht ueber Schaf und Bullenweiden, aber die Viecher sind sehr entspannt und eher desinteressiert. Ist schon komisch: links eine Bullenherde und rechts die steilen Klippen ins Meer. Der Track endete am Wharariki Beach, der wirklich ein aussergewoehnlicher Strand ist. Waehrend der Ebbe ist ein ganz breites Sandstueck frei und das Meer gurgelt um einige grosse Felsen. Die Muschelbaenke und Hoehlen in den Felsen werden freigelegt, die so gross sind, dass man sogar reingehen kann. Allerdings ganz vorsichtig, denn an diesem Beach gibt es Fur Seals (Anscheinend eine Art von Seebaeren. Oder Seeloewen. Oder Robben.) Sie liegen in der Sonne und sehen aus, als waeren sie tot, weil sie sich nicht bewegen und Fliegen um sie rumfliegen. Sie sind aber nicht tot sondern einfach nur faul und warten, bis sie ins Wasser gespuelt werden. Ab und zu rolllen sie sich ein Stueck weiter oder winken mal mit einer Flosse. Anscheinend koennen sie aber auch ganz schnell werden, wenn sie sich bedroht fuehlen. Zum Gluck stinken sie so doll, dass man schon von weitem riecht, ob hinter der naechsten Ecke einer rumliegt. Es war ein schoenes Erlebnis, die Seals in freier Wildbahn zu erleben.

In Golden Bay sind wir einen Tag laenger als geplant geblieben. Der Enni hatte naemlich Zahnschmerzen. Er war dann beim Chris und der hat den Zahn behandelt. Aber das ist eine andere Geschichte.

Mittwoch, 31. Dezember 2008

Happy new year!


Wir wuenschen Euch einen guten Rutsch in ein tolles, gesundes, aufregendes, glueckliches und erfolgreiches neues Jahr! Wir sind schon rueber gerutscht und 2009 fuehlt sich bisher toll an. Freut Euch also schon mal darauf...
Wir sind nach einigen Tagen technischer Wildnis am Lake Wanaka angekommen und hatten einen entspannten Abend im Hostel mit Feuerwerk am See inclusive Alpenkulisse, Live-Musik und betrunkener halbnackter Teenager.
Happy new year!

Donnerstag, 25. Dezember 2008

Bilder aktualisiert!

Ich habe weitere Bilder hochgeladen, und die vorhandenen auch noch schnell sortiert. Bei den meisten Bildern habe ich auch noch Kommentare reingehaengt, was ihr da seht.

Weiter gehts zum Cape Farewell!

Kiwi-Christmas-Dinner


Heute morgen war ich in der Kirche. Es wurde hauptsaechlich gesungen. Damit auch alle mitsingen koennen, wurden die Liedertexte mit einem Beamer an die Wand geworfen. Praktisch, so ein Beamer im Gottesdienst... Nach dem Singen haben wir uns noch ein paar Clips (u. a. einen Mickey Maus-Clip) angeschaut. Wer was dazu sagen wollte, hat einfach reingerufen. Wenn er nicht grade auf dem Klo war oder das Handy geklingelt hat.
Am Abend waren wir bei Jonathan und seiner Familie (3 Kinder: 7, 4, 12 Wochen). Insgesamt waren wir ca. 22 Personen plus die Familie. Jonathan hat spontan noch zwei Chinesen auf der Strasse eingesammelt. Wir haben gemeinsam ein Buffet vorbereitet: Beef vom BBQ, Chicken, Salate, Gemuese, Reis, normale und Suesskartoffeln und irgendwelche chinesischen Rollen (wie man sieht, waren auch ein paar Asiaten da). Lecker! Die Gaeste, die nicht an den Tisch gepasst haben, haben im Wohnzimmer auf den Boden gesessen. Nach dem Essen hat jeder ein Geschenk bekommen, Meredith hat die Weihnachtgeschichte vorgelesen und wir haben Weihnachtslieder gesungen. D. h. wir haben gesungen und die Asiaten haben es versucht. Der Abend war sehr schoen, wir haben interessante Leute kennengelernt und es war eine beeindruckende Erfahrung, zu sehen, wie andere Leute ihr Weihnachtsfest feiern.
P. S.: Nein, Ihr habt nichts verpasst. Das ist das Baby der Familie, das unter den Gaesten rumgereicht wurde. Die beiden rechts und links von mir sind unsere Gastgeber.