

Ein Ereignis jagt das naechste und so quetschen wir uns am Tag nach dem Dart River mal wieder in einen Neoprenanzug. Das wird ja schon fast zur Gewohnheit...
Nachdem wir uns gemeinsam mit ca. 100 Leuten umgezogen haben und komplett, d. h. incl. Helm und Schwimmweste ausgestattet sind, werden wir - jetzt nur noch mit ca. 20 anderen Gummi-Puppen - mit einem Bus zum Heli-Landeplatz gebracht. In 6er Gruppen steigen die Leute in den Heli, wir sind die letzte. Und ratet mal, wer neben dem Piloten gesessen hat?! Ich habe ihm ein paar Aepfelchen geschaelt, etwas zu trinken gereicht und versucht, einen Sender im Radio einzustellen. Das bloede Ding hat naemlich so gerauscht. Wir sind dann zum Rafting-Einstieg geflogen: entlang der Schlucht durch die Berge und dabei immer schoen mit dem Heli in die Kurven gelegt. Ich hatte eine tolle Sicht, vorallem weil im Boden des Heli teilweise auch Glas war!Leider waren wir viel zu schnell am Rafting-Platz. Dort bekamen wir erstmal eine Sicherheitseinweisung ueber die do's and dont's beim Raften: am besten im Boot (raft) bleiben, vorsicht mit den Holzpaddeln und auf keinen Fall im Fluss hinstellen, falls man doch reinfaellt. Falls man naemlich versucht, dem Boot flussabwaerts zu folgen, koennte man mit den Fuessen unter einem Stein haengenbleiben und die starke Stroemung treibt den restlichen Koerper weiter. Problem dabei: "Your knees won't bend into this direction."
Wir sind dann mit fuenf weiteren Raftern und unserem Guide Rosie in ein raft gestiegen und mit sechs weiteren Booten den Fluss runter gepaddelt. Erstmal mussten wir ueben: pull forward, paddle left back and right front, all to the right (alle muessen sich auf eine Bootshaelfte werfen, damit das raft nicht kentert), ins Boot ducken usw. Zwischendurch kamen auch schon die ersten kleineren Stromschnellen und wir haben die ersten Ladungen Eiswasser (Wassertemp. ca. 6 Grad) abbekommen. Die Stromschnellen wurden immer schwieriger aber unsere Rosie hat uns wie Galeerensklaven die Kommandos zugeschrien und so kamen wir super den Fluss runter. Dann kam eine Folge von Stromschnellen: "The toilet", "The flush", "o shit" und dann die "mother-in-law". Rosie sagt, sie sei eine bitch, denn sie ist schwierig zu raften. War sie auch und danach waren alle sehr nass aber gluecklich. Vor dem Ende kam noch ein Tunnel: wir mussten uns alle ins raft kauern und die Koepfe einziehen, damit man sich bei der schnellen Fahrt nicht an einem Fels die Birne einschlaegt. In der letzten Stromschnelle sah es so aus, als ob wir voll gegen eine Wand rasen, aber kurz vor dem Aufprall dreht die Stroemung ab. Es geht nochmal so stark runter, dass man darauf wartet, dass das raft in der Mitte zusammenklappt, aber das passiert nicht. Bei uns zumindest nicht.
Das raften hat super viel Spass gemacht! Ich wollte das schon so lange mal machen und vor so einer spektakulaeren Kulisse mit eisblauem Wasser war es besonders toll. Und mit dem eleganten Heli-Anflug natuerlich sowieso!
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